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Migromul

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1

Saturday, July 6th 2013, 7:57pm

Zauberformeln in der DSA-Welt

Hallihallo.

Spitze, dass dieses Spiel zurück kommt. Ich freu mich riesig drauf und sage jetzt schon Danke dafür.

Nun zum eigentlichen Thema: Wie der Titel schon sagt, was haltet ihr so von den Zauberformeln in der DSA-Welt? Ich finde, dass die dazugehören, aber in der Praxis die volle Formeln nicht wirklich anwendbar sind. Bis ein Magier die volle Formel für einen Ignifaxius gesprochen hat, ist der schon längest tot... In so fern finde ich es durchaus sinnvoll und realistisch, wenn man im Kampfgefecht die Mantras verwendet (also einzelne Worter, mit denen der gemeinte Zauber kanalisiert wird.) Für mächtigere Zaubersprüche kann dann allerdings schon die ganze Formel nötig sein. Ein sehr schönes Beispiel sieht man in der Serie "charmed" (die ich mir in den letzten 4 Wochen komplette angeschaut habe.) Einzelne "Kräfte" der Hexen erfordern keine Wörter. Mächtigere Wirkungen erfordern allerdings schon gesprochene Reime (die dann die Zauberformel ist) Und ganz mächtige erfordern die "Macht der 3", auf DSA bezogen eine Art individueller Unitatio... (welcher bei denen allerdings passiv vorhanden ist, da diese leibliche Schwestern sind.)

Aber bei den mächtigen Zauberformeln war das Ziel immer irgendwie abgelenkt oder anderweitig gebannt, so dass es sich nicht wirklich dagegen wehren konnte. Wenn die Ziele nicht gebannt waren, wurden auch keine Zauber eingesetzt sondern Vernichtungselixiere.

Wie haltet ihr das im P&P-Spiel? Wenn ich spielen würde (leider hab ich keine Spielpartner, daher auch kein DSA4) würde ich für Kampfzauber "Mantras" verlangen. für mächtige Zauber dann aber schon die ganze Formel. Aber verlange mal von einem Spieler ein Reversalis-Suixafingi (oder welcher auch immer) komplett zu sprechen... (Ich würde mich da weigern, und dazu sagen, dass das zwar mein Charakter kann, aber nicht ich selbst. Schließlich ist das ja immer noch ein P&P und kein LARP ;) )

In Fantasiefilmen mit Zauberern sieht man auch immer wieder, dass schnelle Zauber meistens keine längeren Formeln haben. Selbst in Harry Potter werden nur Mantras benutzt. (ich kenne keine einzige längere Zauberformel in dem Universum). Und oft kanalisiert ein Zauberer seine macht einfach durch Wille, was allerdings auch 'ne Weile dauern kann. aber er/sie verrät sich zumindest nicht durch gesprochenes Wort (der Feuerball von Meph in der Serie Sindbad bspw.)

Kennt jemand Beispiele außerhalb von DSA wo für das Zaubern immer komplette Formeln verwendet werden, auch im Kampf? Ich nicht.

2

Sunday, July 7th 2013, 3:22am

Zunächst einmal, es geht hier um Das Schwarze Auge und nicht um Charmed oder Harry Potter ;-)

Die meisten Zauber in DSA haben eine sogennante Zauberdauer. Das bedeutet, eine gewisse Zeit, bis diese ihre Wirkung entfalten. In dieser Zeit kann man locker die nötige Zauberformel sprechen. Gerade die Repräsentation der Gildenmagie erfordert die Komponente der deutlich gesprochenen Zauberformel. Wenn Magier diese Komponente weglassen, schlägt der Zauber schlicht fehl oder er ist verdammt schwer durchzuführen. Natürlich gibt es aber auch Zauber, die keine Zauberformel benötigen, dafür aber mindestens Zaubergestiken.
In meiner Pen&Paper-Runde handhabe ich das so, dass ein Magiebegabter seine Zauberformel fehlerfrei und verständlich aussprechen muss, sonst schlägt der Zauber knallhart fehl, und es kostet ihn die Hälfte der Astralenergie. Das gilt auch für Reversalisierte (rückwärtsgesprochene) Zauberformeln. Ich finde gerade dieser Umstand macht auch einen gewissen Reitz aus, einen Magiebegabten zu spielen. Wer es nicht hinbekommt eine Zauberformel OT fehlerfrei aufzusagen oder wem das zu viel ist, sollte besser zum Schwert greifen. Aber das ist nur meine persönliche Meinung. Ich finde das gehört zum Rollenspiel dazu und hebt auch sehr die Stimmung am Tisch und auch vor dem PC.

Migromul

Unregistered

3

Sunday, July 7th 2013, 1:55pm

Charmed und Harry Potter waren von mir lediglich als Vergleichsbeispiele gedacht. Wirklich: ich kenne keine Fantasywelt, wo lange Zauberformeln im Eifer eines Gefechts gesprochen werden, außer in DSA. Und ich bin eher ein praxisorientierter Typ.

Und Was reversalis-formeln anbelangt: ich würde mich als Spieler darauf beziehen, dass mein Charakter in der Akademie lange diesen Zauber und dafür in Frage kommende Umdrehungen behandelt und geübt hat. Der Spieler muss diese deshalb nicht fehlerfrei beherrschen. Allerdings würde ich als meister auf jeden Fall auf beide Zauber eine Probe verlangen und auf den Umkehrzauber einen saftigen Zuschlag, es sei denn, der Spieler sagt die Formel tatsächlich komplett fehlerfrei. Ein Reversalis ist hier jetzt auch ein Beispiel, wo meiner Meinung nach eine komplette Formel angebracht ist.

Und was die Zauberdauer angelangt: das nehme ich auch nicht so genau. Wie lange ist die Zauberdauer eines Ignifaxius? Praxisbezogen würde ich maximal zwei Kampfrunden dafür ansetzen (also eine zum kanalisieren und die zweie zum auslösen, wenn überhaupt) aber die Formel komplett deutlich zu sprechen dauert mindestens doppelt so lange. Wenn man die Drakensang-Spiele gespielt hat, kann man sich in Gefechte auch besser reinversetzen, finde ich. In einem anderen Thread hab ich gelesen, dass die Formeln auch in bosparano gesprochen werden (bzw. in den ursprünglichen Teilen gesprochen wurden. Ist schon zu lange her, als dass ich mich daran genau erinnern kann...). Nur wundert mich es ein bisschen dass "incende!" (ein Mantra...) übersetzt "Ingifaxius Flammenstrahl - magisch' Feuer schmelzet Stahl" heißen soll...

4

Sunday, July 7th 2013, 2:19pm

Vergleiche das mit den alten Starwars Filmen. Dort sind Lichtschwertkämpfe mit Darth Vader und Luke kein Wildes rumgehüpfe sondern ein Angreifen und Parieren im Klassischen Schwertkampf in vollendeter Meisterform.

Meist sind die Magier im DSA universum ruhigere konzentrierte Wesen die sich in diesem Moment auf ihre Zauber konzentrieren und auch im Eifer des Gefechtes ihn ruhig aufsagen können. Meist ist es nur ein Schwertschlag der sie aus der Konzentration holt.

Ein Vergleich ist da auch das Qii die enrgie in Zentrummitte des Körpers. Durch Kampfschrei beim Kung-Fu zum Beispiel manifestiert die Energie und du lässt sie hinleiten wo Du willst. Meistens ist es ein stärkerer Schlag als wenn du normal zuschlagen würdest.

Mit einem "QUIAI"...jahrelangem Training und dem präzisen Schlag hast du dann ganz andere Ergebnisse.

So stelle ich mir auch in etwa die Magie vor. Sprechen konzentrieren und ausführen.

Migromul

Unregistered

5

Sunday, July 7th 2013, 3:04pm

Aber das sind Mantras (also die Kung-Fu-Beispiele) keine langen Formeln. Und dagegen spricht ja auch überhaupt nichts.

Und die Lichtschwertkämpfe in Star Wars sind auch eher mit charmed vergleichbar. die Magischen Aktionen sind individuelle Kräfte, die die Kombattanten einsetzen. in Star Wars gibt's keine Zauberformeln und schon gar keine langen.

Ich rede ja davon, dass Zauberer in der (Kampf)Praxis gar nicht dazu kommen würden, eine komplette Formel zu sagen, da das viel zu lange dauert. Ein "Ignifaxius" respektive "Incende" einem entgegenzuschleudern ist was ganz anderes als ewig die ganze Formel zu schreien, bei der man bereits durch einen Steinwurf aus dem Konzept gebracht werden kann.

Und genauso wie du dir das mit dem Kung Fu vorstellst im Bezug auf Magie, stell ich mir das auch vor. Bestes Beispiel dafür ist Harry Potter. Jeder Zauber wird durch ein bestimmtes Wort kanalisiert. (ein Mantra, keine lange Formel). Und die besseren und erfahreneren können dieses Wort sogar denken, um die Zauberwirkung zu erreichen.

Aber wenn jemand ein Praxisvergleichsbeispiel in einer anderen Welt kennt, wo im Kampf lange Zauberformeln angewendet werden und funktionieren, dann immer her damit. (Mir fällt da, wie gesagt, nur "charmed" ein...)

Shadowrun hat da interessante Konzepte: Die Zauber sind grundsätzlich durch reinen Willen auslösbar. Man braucht lediglich Blickkontakt. Es besteht allerdings die Möglichkeit, die Wirkung und den Erfolg durch Gesten und Mantras zu erleichtern. In der P&P-Praxis von DSA ist das durchaus auch anwendbar. Wenn ein Zauberer die Zeit und Möglichkeit hat, die ganze Formel zu rezitieren, dann würde ich das mit 2-3 Punkten Erleichterung auf die Probe honorieren bzw. vielleicht auch mit einer Erhöhung der kritischen Trefferchance, wie auch immer man das macht. (Ich kenne die aktuelle Regel dafür nicht unbedingt. Nur dass bei zwei Einsen auf die Probe spektakulärere Ergebnisse erzielt werden. Leider ist die Chance dafür SEHR gering.)

6

Sunday, July 7th 2013, 3:51pm

Naja Shadowrun ist total anders und auch im Bezug der Zauber gibt es noch gewisse Unterschiede. Die Sache ist die das die Zauberer in Shadowrun ähnlich der Jedis die Magie wahrnehmen. Das ist so als wenn zum Beispiel ein Decker in der Matrix ist und einfach die Simulierte Computerwelt aufnimmt, so nimmt ein Magier in Shadowrun die Welt ganz anders war. (ich glaube das war die Astralebene)

Ein Schamane bedient sich da seines SingSangs um sich in einen Tranceähnlichen Zustand zu versetzen. Dann nimmt er einfach die Magie die vr seinem Geisitigen auge ist..."webt" da etwas raus und schleudert es in die richtige Welt. Für einen Magier ist jederzeit beider Status vorhanden und verfügbar und er greift sich einfahc raus was er will und Schleudert es dir entgegen.

7

Sunday, July 7th 2013, 7:09pm

@Migromul
Du sagst zwar es wären nur Vergleichsbeispiel, aber du bedienst dich immer wieder bei Dingen, die du einfach nicht mit DSA Magie vergleichen kannst. Ich sagte bereits, dass es auf die Magische Repräsentation ankommt. Ein Gildenmagier in DSA will seine Zauber sprechen und zwar so dass jeder Anwesende Zeuge seiner magischen Macht wird, er will dass es sich möglichst kompliziert anhört um sich einfach von dem mundanen Rest anbzugrenzen, der ihn umgibt. Magier sind "Sprücheklopfer". Auf andere Repräsentationen trifft das weniger zu. Un dja, du liegst richtig damit, dass ein Ignifaxius in zwei Kampfrunden gesprochen ist (4 Aktionen), eine Zeit in der er auch nichts mehr anderes machen kann (auch nicht parieren). Aber das braucht er ja normalerweise auch nicht, da dieser Zauber immerhin 21 Schritt weit geht und meistens noch seine Freunde vor sich stehen hat, die im Gefahren vom Hals halten. Und ich weis ja nicht, wie du dir das mit der Kampfmagie vorstellst, aber nach nur einem Ignifaxius steht in der Regel der Feind nicht mehr auf den Beinen und ein solcher Zauber, mit dem man jeden bezwingen kann, darf ruhig länger als eine Aktion brauchen, bis man ihn ausgelöst hat. Und von all dem abgesehen DSA Zauber haben einfach ein ganz spezielles Flair und gehören einfach dazu, deshalb sind deine angesprochenen Mandras keine Bereicherung. Ein einfaches "Incede" ist mir auch zu wenig.
Zu dem Punkt mit dem Aussprechen am Spieltisch: Der Spieler kann ja gerne den Zauber aus seinem Zauberbuch ablesen, aber wenn das einem Spieler schon zu viel ist, oder er einen Reversalis nicht korrekt aufsagen kann, dann sollte er wie gesagt zu einem simplen Mordinstrument greifen. Das hat auch nichts damit zu tun, dass Pen&Paper kein LARP ist, das gehört einfach zu einer guten Spielrunde mit dazu (meine Meinung) und bereichert diese durch gutes Rollenspiel.

8

Sunday, July 7th 2013, 9:40pm

Hallo miteinander,

ich habe jahrelang DSA gespielt und bin auch dafür gewesen, dass ein Held der Zaubersprüche anwendete diese korrekt wiedergeben konnte.

Allerdings auf den PC übertragen bin ich da, sagen wir mal so, etwas zwiegespalten. Am Anfang mag es ja ganz stimmungsvoll sein, den Zauber in voller Länge zu hören, aber ich weiß jetzt schon, dass ich spätenstes nach dem 10. kompletten gleich schnell, laut und betont gesprochenen langen Zauberformel den Ton runter regle, weil es anfängt zu nerven. So gesehen fand ich die kurz und knackig vorgetragenden Kurzformeln des Original, wie z.B. "Incende", zumindest für mich absolut perfekt.

Das Problem ist einfach so, dass in einer Pen&Paper Runde eine Live-Atmosphäre herrscht und echte Menschen beteiligt sind. Dort werden Zaubersprüche variiert, was Tempo, Lautstärke und Betonung angeht - und genau das macht es interessant. Im Spiel wird sich das aber schlecht umsetzen lassen... sonst müße man alle Sprüche mehrfach verschieden aufnehmen und per Zufallsgenerator abspielen.
LG
Pescatore

Migromul

Unregistered

9

Monday, July 8th 2013, 9:51pm

Ich würde P&P schon gerne mal wieder spielen. Allerdings komm ich mir selbst blöd dabei vor, wenn ich tatsächlich live in die rolle meines Characters schlüpfe, egal was für eine Klasse. Ich bin eher einer, der "beschreibenden" Typen, als einer der "spielenden". Vielleicht liegt das auch an meinem Alter. Ich würde also sagen, "ich schleudere meinem Gegner einen Ignifaxius entgegen" statt live "Ignifaxius Flammenstrahl... (usw)"

Und was Reversalis anbelangt: selbst abgelesen ist das sau schwierig, einen Text ohne Übung rückwärts zu sprechen. Vor allem weiß ich meistens nicht, wie ich das aussprechen soll.. Der Charakter hat aber in der Akademie bzw. bei seinem Lehrer mit Sicherheit etliche Stunden geübt, falls er überhaupt den Zauber beherrscht.

Auch sollte man das ganze nicht so ernst nehmen in meinen Augen. Schließlich ist das immer noch ein Spiel. Und was die Atmosphäre anbelangt: Das ist jetzt Auslegungssache, speziell beim Reversalis (ich weiß, ich kann nicht von dem lassen, aber das ist auch einer der schwierigsten Zauber, die man in der Praxis spielen kann...) Wenn jemand minutenlang versucht, einen Text rückwärts zu lesen, finde ich das deutlich atmosphärenvernichtender als die Beschreibung des Ganzen.

Wie stelle ich mir das vor, mit der Kampfmagie in DSA? Ganz einfach: so ähnlich wie die Kämpfe in Drakensang. Wahrscheinlich hab ich aber auch zu wenig echte P&P-Erfahrung, um das wirklich zu beurteilen. Das ist vielleicht auch der Grund, warum ich Filme und Romane als Vergleichsbeispiele herangeholt habe: da sind Kämpfe einfach anschaulich zu sehen, bzw. beschrieben.

Ich hatte einfach noch nicht besonders viel P&P-Möglichkeiten, und kann mich eigentlich nur an 2 Situationen erinnern, wo ich wirklich Kampfmagie eingesetzt habe. Bei einem hab ich einen Schwarm Borbarad-Moskitos erwischt (das war geil... 75 EP mit einem Schlag. Zu DSA 2-Zeiten war das eine ganze Menge...) Und bei dem anderen Beispiel wurde ein Unititatio-Fulminictus verpatzt. (Heutzutage würde ich aber keinem Gildenmagier mehr einen Unitatio gestatten, es sei denn er ist bei Elfen aufgewachsen. Möglicherweise gibt's inzwischen aber eine Gildenversion davon, keine Ahnung...) Beides war noch zu Zeiten von DSA 2 bzw. Anfang 3, ist also schon ewig her.

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